⚠️ Alltägliche Hindernisse und Gefahren - 2️⃣
2️⃣ Gemeinsame Wege – ständige Vorsicht statt Entspannung
Als Fußgängerin wünscht man sich eigentlich eines: In Ruhe gehen zu können. Doch auf sogenannten gemeinsamen Geh- und Radwegen wird das zunehmend zur Herausforderung – und manchmal zur Zumutung.
🚲 Radfahrer mit hohem Tempo sind fast täglich ein Problem. Sie rauschen oft mit hoher Geschwindigkeit vorbei, überholen ohne Abstand oder Ankündigung, und viele sind sich nicht bewusst, dass Fußgänger hier Vorrang haben.📍 In der Bruchstraße, Nähe Bleiche, hat mich ein Radfahrer mit Affenzahn überholt – ohne Klingel, ohne Abstand. Ich hatte Glück.
🛴 E-Scooter sind oft noch schwerer zu hören – und noch unberechenbarer. Ihre Fahrerinnen und Fahrer achten selten auf Fußgänger und nutzen oft auch Spielstraßen oder Gehwege verbotenerweise.
❌ Auch die Richtungsregeln werden ignoriert: In der Ortenberger Straße waren gleich fünf Radfahrer in der falschen Richtung auf dem Gehweg unterwegs. Dass sie dort nicht fahren dürfen, scheint ihnen nicht bekannt zu sein – oder es interessiert sie nicht.
📍 In der Lange Straße (eigentlich eine Spielstraße!) hat mich ein Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit so bedrängt, dass ich an den Rand springen musste.
📍 Ein anderer hat mich auf einem gemeinsamen Weg angeschrien, ich solle auf dem Gehweg gehen – aber wir waren auf einem Gehweg. Als ich das erklärte, wurde er ausfallend und beleidigend. Ich war sprachlos.
Diese Situationen sind leider keine Einzelfälle – sie gehören zum täglichen Erleben in der Innenstadt wie auch in den Außenbezirken.
Besonders ärgerlich: Auch in Parks oder in den Neubaugebieten, wo man als Fußgänger eigentlich Raum zum entspannten Gehen erwartet, muss man sich ständig umdrehen (Stichwort: Schulterblick), um nicht überfahren oder angerempelt zu werden.
Gerade bei Regen, Wind oder Dunkelheit ist das Risiko besonders groß – Radfahrer sind , auch wenn sie klingeln, schwer zu hören oder sehen.
🚷 In den Niederlanden, z. B. in Utrecht, sieht das ganz anders aus: Dort gibt es klare Trennungen von Geh- und Radwegen, und in Fußgängerzonen wird konsequent geschoben und kontrolliert.
Davon können wir in Offenburg nur träumen.

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