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77 Tage zu Fuß in Offenburg: Rund 100 Konfliktsituationen

Wer in Offenburg zu Fuß unterwegs ist, erlebt die Stadt aus einer besonderen Perspektive. Doch der Alltag auf unseren Gehwegen ist häufig alles andere als entspannt: zu wenig Platz, blockierte Wege und gefährliche Begegnungen. Nach unzähligen E-Mails, Gesprächen und zahlreichen veröffentlichten Leserbriefen wollte ich es genauer wissen. Deshalb habe ich meine persönlichen Alltagserfahrungen an insgesamt 77 Tagen in den Jahren 2025 und 2026 dokumentiert . Das Ergebnis: rund 100 Konfliktsituationen. Der Anlass: eine Gefahrenanzeige Kürzlich habe ich der Stadt Offenburg eine Gefahrenanzeige für einen besonders problematischen Abschnitt geschickt: den Gehweg an der Ortenberger Straße beim Betreuten Wohnen. Die Antwort der Verwaltung: Die Beschilderung sei eindeutig, die Handlungsmöglichkeiten bei bewusstem Fehlverhalten von Radfahrenden seien begrenzt und Kontrollen durch den Gemeindevollzugsdienst könnten immer nur „punktuelle Momentaufnahmen“ sein. Genau deshalb veröffentliche ich meine ...

Fuss e.V. Freiburg: 🚶‍♀️🚴‍♂️ Fuß oder Rad - Freund oder Feind?

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  Fuß und Rad – Freund oder Feind? Wenn es denn so einfach wäre. Klar ist: Zufußgehende haben häufig gute Gründe, sich über „Kampfradler“ aufzuregen, und Radfahrende ärgern sich nicht selten über Fußgänger:innen, die Radwege ignorieren und ihnen im Weg herumlaufen. Der Platz ist begrenzt und nicht immer kann oder will Rücksicht genommen werden. Da kommt schon Feindschaft auf – mehr von Fuß gegen Rad, denn die Zufußgehenden sind in aller Regel die Schwächeren. Aber die Radelnden sind auch die Schwächeren, nämlich gegenüber den Autofahrenden. Und genau da muss die Solidarität von Fuß und Rad anfangen. Wir sollten uns gemeinsam für eine Umverteilung des öffentlichen Raumes einsetzen und die Dominanz der Kraftfahrzeuge zurückdrängen. Die ihre Kraft und Dominanz ja bereits im Namen führen. Folglich setzt sich unser Verein nicht primär für den Kampf gegen Kampfradler ein, sondern  für ein friedliches Miteinander aller Verkehrsformen . Dazu gehört dann auch der öffentliche Personenve...

Ungleichbehandlung im Straßenverkehr

Nach den vielen konkreten Alltagserlebnissen möchte ich in diesem Beitrag einen Schritt zurücktreten – und fragen: Warum ist das eigentlich so ungerecht verteilt? Wer bekommt Platz, Zeit und Aufmerksamkeit? Als Fußgängerin merke ich jeden Tag, wie unterschiedlich der Straßenraum verteilt ist. Während Autos breite Fahrbahnen, Parkflächen, grüne Wellen und klare Vorfahrt genießen, müssen Fußgänger/innen oft warten, ausweichen oder gefährliche Kompromisse eingehen. 1. Wer darf warten – wer darf fahren? Bei vielen Ampeln spüren Fußgänger/innen die Ungleichbehandlung besonders deutlich. Grüne Ampelphasen sind oft zu kurz, kommen spät – oder fehlen ganz. Beispiel: An der Ampel gegenüber vom Bahnhof Offenburg muss ich oft über 90 Sekunden warten. Für Autofahrende gibt es in der gleichen Zeit drei Grünphasen. Die Botschaft ist klar: Wer zu Fuß geht, hat Zeit. Wer fährt, hat Vorrang. Dabei müsste es genau andersherum sein – aus gesundheitlicher, ökologischer und städtebaulicher Sicht. ...

🚶‍♀️ Mein Alltag als Fußgängerin

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Ich gehe gerne zu Fuß. Doch wer sich zu Fuß durch eine Stadt bewegt, merkt schnell: Einfach ist das oft nicht. 🚧  Gehwege – oft ein Hindernis Schon die Gehwege selbst sind eine Herausforderung: Sie sind häufig schräg zur Straße abfallend, schmal, beschädigt oder zugeparkt. Zu zweit nebeneinander gehen? Meist nicht möglich. Und wenn dann noch jemand entgegenkommt, muss man sogar auf die Straße ausweichen – was gefährlich ist. 🔁   Umwege aus Sicherheitsgründen Sicherheit geht bei mir immer vor. Deshalb nehme ich bewusst längere Wege in Kauf: Ein Bäcker ist nur 100 Meter entfernt – aber ich gehe lieber zu einem, der 500 Meter weiter liegt. Der Weg dorthin ist sicherer. In die Stadt gehe ich oft mit mehreren hundert Metern Umweg – einfach, weil ich dort ruhiger und geschützter unterwegs bin. 👕    Sichtbarkeit ist mir wichtig Damit ich besser gesehen werde, habe ich mir eine neonfarbene Jacke gekauft. In der dunklen Jahreszeit trage ich zusätzlich eine Stirnleucht...

🤔❓ Warum dieser Blog ?

  Willkommen beim Blog „Zu Fuß in Offenburg“! Hier findest du meine persönlichen Beobachtungen und die Hindernisse im Alltag die mir aufgefallen sind. Ich gehe jeden Tag zu Fuß.   Das ist gesund, umweltfreundlich – und oft herausfordernd. Mit diesem Blog möchte ich zeigen, wie der Alltag von Fußgängerinnen/Fußgängern wirklich aussieht: Wo es gut läuft – und wo nicht. Ich mache auf Missstände aufmerksam, zeige persönliche Erlebnisse, Ideen für Verbesserungen und auch positive Beispiele. Denn: Fußgänger/innen sind ein wichtiger Teil des Verkehrs. Sie brauchen Raum, Sichtbarkeit und mehr Rücksicht.

Gemeinsame Geh- und Radwege

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  strassenschilder.de: "Fußgänger und Fahrradfahrer müssen diesen Weg benutzen. Anders als beim Getrennten Fuß- und Radweg wird hier der Weg gemeinsam genutzt. Auch Mofas, welche durch treten betätigt werden, müssen diesen Weg benutzen. Rad- und Mofafahrer müssen auf die Fußgänger Rücksicht nehmen!" Meine Beobachtung ist, dass insbesondere der letzte Satz, dieser Regelung wenig Beachtung findet.

Sicherheit für Fußgänger - in Offenburg

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Wo gibt es in Offenburg Zonen,  Parks, Wege die ausschließlich für den Fußgänger vorgesehen sind? Radfahrer und Fußgänger  Es besteht die Notwendigkeit einer Korrektur zugunsten der Fußgänger, insbesondere in den Fußgängerzonen, welche als besondere Schutzräume für Fußgänger konzipiert wurden . Man möchte in einer angenehmen Atmosphäre einkaufen, sich in einem Café entspannen oder durch die Straßen flanieren, ohne dabei mit vorbeifahrenden Fahrzeugen rechnen zu müssen.  Fahrräder, E-Scooter  etc sollten grundsätzlich in diesen Zonen geschoben werden.  Auch in den  Parks   ist es nicht möglich, sich ohne Schulterblick gefahrlos zu bewegen, geschweige denn, mit dem Partner nebeneinander zu gehen. Ich möchte noch anmerken, dass man in Holland (ich kann Utrecht als Beispiel nennen) sieht, wie alle Verkehrsteilnehmer gut miteinander auskommen. Sobald ein Radfahrer in der Fußgängerzone unterwegs ist, ist eine „Streife” zur Stelle. In den niederländischen Stä...